Geschichte des Vereins

Gegründet wurde der Verein am 2.Februar 1952.  24 Mitglieder waren es bei der Gründung. Zum 1. Vorsitzenden wurde Ernst Hill gewählt, ihm zur Seite standen als 2.Vorsitzender Carl Schuppert und als Schrift- und Geschäftsführer Karl Scherer.

 

Die Scheune des Fährhauses diente in den Anfangsjahren als Bootsunterkunft, später zusätzlich ein Kellerraum des Gasthauses Blüm.

 

Schon Ende des Jahres 1952 hatte sich die Mitgliederzahl verdoppelt.

 

Die Ausrüstung der damaligen Paddler war sehr dürftig.  Die Boote, in erster Linie 2er, hatten zumeist keine Spritzdecke und auch kein Steuer.  Die verhältnismäßig langen Paddel waren zweigeteilt.  Als Zelte dienten zusammengeknöpfte Wehrmachtszeltplanen der amerikanischen Besatzungskräfte, die ebenfalls aus zwei Teilen bestanden und keinen Zeltboden hatten.  Stäbe oder Häringe waren selbstgefertigt.  Gras oder Heu und dünne Wolldecken ersetzten am Anfang Luftmatratzen und Schlafsäcke.  Gekocht und gebraten wurde am Lagerfeuer oder mit dem Spirituskocher.

Mit dem Wachsen der Mitgliederzahl wuchsen auch die sportlichen Aktivitäten.  Die ersten größeren Wanderfahrten mit Gepäck und Zelt auf vielen deutschen Flüssen wurden unternommen.  Weitere Ziele in den darauffolgenden Jahren waren die noch weitgehend unbekannten und unverbauten Naturflüsse in Österreich und Frankreich.  Der Reiz des Wildwasserfahrens wurde entdeckt.  An den Wochenenden sah man die Boote der Guntersblumer Kanuten vermehrt und regelmäßig auf dem heimatlichen Rhein und Altrhein.  Zelten am Ufer de Rheins war unbeschränkt möglich. Der Vereins-Zeltplatz am "Baggerloch", heute Eiche See und der von den Wassersportfreunden betreute DKV-Platz auf der Kühkopf-Südspitze waren bis zur Aufgabe dieser Plätze vielbesuchte Stützpunkte. 

Neben der Öffentlichkeitsarbeit hatte die Jugendbetreuung besondere Priorität.  Jugend-Mannschaftskanadier und ein Rennkajak, sowie Zelte wurden angeschafft, die von der Jugend eifrig genutzt wurden und ihnen nachhaltige Erlebnisse vermittelte.  Auch die Anzahl der Privatboote, damals noch Faltboote, wuchs, so dass in den beiden Bootsunterkünften bald Mangel an Bootsplätzen herrschte.

 

Mit viel Enthusiamus wurde der Bau eines Bootshauses in Angriff genommen.

Nach einiger Suche wurde ein Standort gefunden und die Bauarbeiten begannen 1958.

 Der erste Spatenstich erfolgte im Frühjahr des folgenden Jahres, die Fundamentgräben wurden ausgehoben, mit Beton gefüllt und an jedem Wochenende wuchs das Haus Stein um Stein.

Die nächsten Jahre standen ganz im Zeichen des Bootshausbaus, bei oft schwierigen, mühevollen Arbeitsbedingungen und geringen bzw. fehlenden Hilfsmitteln, wie Betonmaschine und sonstigen Geräten.  Vermerkt werden muss, dass trotzdem alle Helfer mit Freude und Begeisterung dabei und entschlossen waren, das begonnene Werk zu einem guten Ende zu bringen.

Nach etwa vierjähriger Bauzeit konnte das Ursprungsbootshaus am 26.Mai 1963 in einer Feierstunde mit Rückblick auf das 10-jährige Bestehen des Vereins im Gasthaus Blüm eingeweiht werden.

Die weitere positive Mitgliederentwicklung und somit der Bedarf an Bootsplätzen, machten schon bald eine Erweiterung des Bootshauses notwendig. 1966 und 1967 wurde der Querbau mit dem großen Clubraum und den Toilettenanbau errichtet. Maßgeblicher Anteil an der Verwirklichung der Baumaßnahmen hatten die jeweiligen 1.Vorsitzenden Willi Wedel und Reinhard Wedel.

 

Im Jahr 1992 feierten die Wassersportfreunde ihr 40jähriges Bestehen unter der Regie des im gleichen Jahr gewählten 1. Vorsitzenden Klaus Anderweit. Die Mitgliederzahl wuchs auf zwischenzeitlich 300, darunter eine stattliche Zahl von Jugendlichen. Das Bootshaus wurde kontinuierlich weiter ausgebaut mit Zentralheizung, Einbauküche und vielen anderen Dingen.

 

2002 wurde dann ein großer Festakt zum 50. jährigen Jubiläum veranstaltet. Dazu gab es für die Öffentlichkeit ein Tag der offenen Tür.

In den Folgejahren wurden neue Jahresprogrammpunkte wie der Familientag, Natur- und Herbsterlebnisfahrt eingeführt.

2012 60 jähriges Jubiläum mit einem Tag der offenen Tür und einem Gottesdienst unter freiem Himmel.

2013 wurde der  50. Geburtstag  des Bootshauses kräftig gefeiert.

Ebenfalls in diesem Jahr übernahm Margot Hill das "Zepter" als 1.Vorsitzende.

 

To be continued......

 

 

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