Winterwanderung

 
 
avd. In den frühen Morgenstunden des 17. Januar 2016 hatte es leicht
geschneit.
Der ideale Zeitpunk für unsere Winterwanderung. Am Treffpunkt Julianenbrunnen, oder besser am Giljebrunnen, wie mancher verschmitzt bemerkt, finden sich 19 Wassersportler ein, um an diesem herrlichen Tag zu wandern.
Durch den Kellerweg führt der Weg zum Erbesbrünnchen und Judenfriedhof. Dem Weinlehrpfad bergan folgend erreichen wir „Bergisa`s Häuschen. Von Bergisa (Balzhäuser), einer Winzertochter aus Gimbsheim, erhielt dieses Häuschen seinen Namen. Die Frage, wieso ihr Vater diesen für Rheinhessen doch recht fremd klingenden Namen erwählte, konnte sie mir nicht beantworten. Recherchen aber ergaben, dass dieser Name aus dem türkischen stammt und für die damalige Zeit, vor ca. 80, 90 Jahren, doch schon sehr exotisch war. Die zweite Theorie, dass dieses Häuschen ein Rückzugsort oder Lustpavillon der Leininger Grafen war, wurde ebenfalls diskutiert. Leider sind auch an diesem Häuschen erste Spuren von Vandalismus zu erkennen. Die Ortsgemeinde sollte sich der Zerstörungen annehmen und den Schaden schnellstens ausbessern.
Wir wandern weiter durch Kachelberg und Bornpfad Richtung Auchenthal und Himmeltal. Manche Erklärungen zu den Namen der Flurstücke und ihre Lage wurde teils mit recht netten Anekdoten gewürzt. Besonders interessant, die oberhalb Richtung Wintersheim liegenden Fluren Krummgewann, am Lerchenhof und Schlichtgewann und der in Nord-Südrichtung verlaufende Diebsweg, ein alter Fernweg der auf die alte Bezeichnung Diet- zurück zu führen ist.
Ein zweiter Diebsweg führt von hier, geduckt in den Talniederungen durch Rheinhessen über Eckelsheim bis zum Hof Iben. Den soll Johannes Bückler, den wir alle als Schinderhannes kennen, oft benutzt haben.
Plötzlich lautes Gekreische am Himmel. Ein großer Zug Kraniche orientiert sich neu um dann wieder in exakter Keilformation der Kälte Richtung Südwest zu entfliehen.
Leckbart, Leckbarthäuschen, Rumpelsborn und Wohnweg sind weitere Stationen unserer Wanderung. Zur „Imbs“ im Leckbarthäuschen servieren uns Claudia und Hubertus heißen Glühwein. Das Wetter ist mittlerweile unfreundlich geworden. Die Sonne verschwindet, Wolken ziehen auf, ein recht beißender Wind weht aus Nordwest. Hastig brechen wir auf. An Sommerhohl vorbei den Fischerpfad hinunter hören wir das Glöckchen der Kichenruine. Albrecht Langenbachs Bericht „ EWIGER ZAUBER“ muss warten.
Unser Rückweg führt zurück nach Guntersblum. Durch den Kellerweg, vorbei an Küstners Haus und Giljebrunnen finden wir uns bei Luzia und Dieter am Marktplatz ein. Bei einem heißen Getränk und/oder einem Glas Wein bietet sich doch noch die Gelegenheit dem Bericht von Albrecht Langenbach zu Hangen-Wahlheim und dem „EWIGEN ZAUBER“ - von ROMANTIK zwischen Kirchenruine und Handkäs - ,zu lauschen. Chapeau!
Ein schöner Abschluss eines sehr schönen Tages.

 

 

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