Vereinsabpaddeln am 18. September 2016

 

 

Sonntagmorgen, 09:30 Uhr. Es hat fast die ganze Nacht geregnet. Grade war doch noch Hochsommer und über Nacht haben wir Herbst? Kein Erbarmen, raus ans Bootshaus. Da wuseln unermüdlich schon ein paar Leute rum, in wasserdichter Paddeljacke, Südwester auf dem Kopf, packen Boote auf Bootswagen, laden Essen und Trinken ein. Es regnet wieder stärker. Wirklich paddeln? Ja was denn sonst! Heut wird abgepaddelt! Also dann - auf geht’s.

Ein paar Leute haben abgesagt, sonst wären wir 14 Teilnehmer gewesen. Kaum sind wir alle auf dem Wasser, hört es auch schon auf zu regnen. Na siehste!

Wir fahren über die Südspitze in den Altrhein. Das Steuer meines Bootes schleift auf dem Grund. Vielleicht hat uns der nächtliche Dauerregen vor einer „Flusswanderung“ gerettet? Also bitte - alles hat seine Vor- und Nachteile.

Wir machen erst mal ein Päuschen, essen und trinken was. Es riecht nach Herbst. Ganz vorsichtig hat sich schon das Laub an den Bäumen verfärbt. Wir sehen Graureier, Enten, Nilgänse und - das erste Mal im Altrhein: Silberreiher! Und davon gleich vier.

Das berühmt berüchtigte Treppchen (Meilenstein und unter Paddlern wohlbekannt), an dem einst ein Vereinsmitglied gekentert sein soll und noch nach Jahrzehnten bei Niedrigwasser Wein aus seiner Ladung geborgen werden konnte, ist mit seinen untersten Stufen sichtbar.

Wir kommen beim TUS Pfungstadt an. Wir sind angemeldet und Dieter empfängt uns dort, hilft uns, die Boote an Land zu tragen. Er bewirtet uns mit Weizenbier, Wasser und Gespritztem. Wir packen unsere Brotzeit dazu aus und lassen es uns gutgehen.

Am anderen Ufer beobachten wir ein junges Wildschwein auf seinem Strandspaziergang. Sogar die Sonne guckt mal kurz nach uns und begleitet uns auf unserem weiteren Weg zur Nordspitze. Es begegnen uns ein paar Darmstädter Paddler, die sich jeden Sonntagmorgen auf den Weg zum Rheinhof zur Mittagspause machen und jetzt auf dem Rückweg sind. Kurzen Plausch und dann geht es weiter, vorbei an der Schwedensäule, diesen Sommer gut vom Wasser aus zu sehen. Inmitten unzähliger Schwäne machen wir auf dem „Schwanensee“ (von uns so getauft), noch eine kleine Pause, bevor wir auf dem Rhein übersetzen Richtung Bootshaus.

Dort nehmen wir noch eine Hürde, bedingt durch die Deichbauarbeiten und die Hitze der vergangenen Tage bildete sich eine dicke Staubschicht, gepaart mit dem nächtlichen Regen war der Weg am Morgen zum Wasser und am Abend zum Bootshaus einigermaßen ungemütlich - da gab’s was zu lachen! Schuhe blieben stecken, die Räder der Bootswagen konnten sich vor Schlamm nicht mehr drehen.

 

Aber dafür werden wir anschließend wieder verwöhnt von Margot mit ihrem leckeren Quetsche- un Appelkuche und dazu gibt’s Kaffee un Bizzler von Klaus.

 

Ja, wir hatten einen schönen Tag und einen schönen Abschluss.

Gut, dass wir zur letzten Vereinsfahrt nicht gekniffen hatten!!!

 

 

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