Tag der offenen Tür an Christi Himmelfahrt

 

 

Wer den Vatertag mal etwas anders erleben wollte, war am Do, den 30.Mai auf dem Gelände der Wassersportfreunde Guntersblum genau richtig.   Wer auch noch einen Gottesdienst in frischer Natur feiern wollte, war um 10:00 Uhr nicht nur am rechten Ort, sondern auch noch zur rechten Zeit, draußen am Rhein. Im frischen, aber angenehmen Wind versammelten sich ca. 100 Besucher und Vereinsmitglieder vor einem improvisierten „ Altar“, einem Fassboden von einem Stückfass montiert auf einem dicken Baumstumpf und feierlich geschmückt mit Blumen, Kerzen und dem Kreuz Christi, vor einem mit Klatschmohn übersäten Hintergrund. Das hatte Stil. Trotz der Einfachheit! Pfarrer Hoffmann begrüßte in seiner lockeren Art die Schar der Besucher, den Posaunenchor Nierstein und die Tauffamilie Janß mit Angehörigen, die ihren jüngsten Spross auf originelle Weise taufen lassen wollten. Da auch der Pfarrer Mitglied der WSF ist, weiß er um die Tradition der Bootstaufe zur Sonnenwendfeier, wenn im Schein eines großen Lagerfeuers die neuen Boote hier draußen getauft werden. Von dieser Tradition schlug er den Bogen zur ersten Taufe eines Kindes hier auf dem Vereinsgelände. Das gelang ihm zur Erheiterung seiner Gottesdienstbesucher sehr geschickt. Der Gottesdienst war von Kurzweile geprägt. Mal spielte der Posaunenchor sehr schön zum Gesang der Gemeinde, mal blies der Wind das Manuskript des Pfarrers durcheinander, mal fuhren Radfahrer auf dem neuen Bermeweg hinter dem „Altar“ vorbei, was in der Kirche eher selten zu beobachten ist. Nachdem viele Kinder, eine traditionelle Handlung bei Pfarrer Hoffmann, das „Taufbecken“, eine flache Schüssel mit Wasserbecher, überflutet hatten (man munkelte es sei Rheinwasser), wurde die Taufe baldigst durchgeführt, da der schon lauffähige Täufling sich nicht länger geduldete und zum nahen Spielplatz strebte. Ein schöner, sehr natürlicher und authentischer Gottesdienst, der sich zur Wiederholung empfiehlt. Im Anschluss begrüßte auch die Vorsitzende Margot Hill die Gäste und lud zum Tag der offenen Tür hier auf dem Vereinsgelände ein. Es gab einfache, aber deftige Speisen, ein Kuchenbuffet, reichlich Auswahl an Getränken und für die Kinder viel Platz zum Toben. So mancher Besucher ließ sich das Bootshaus in neuem Glanz innen wie außen gerne zeigen. Man staunte über die Zahl und Vielfalt der Boote in den Hallen. Nette Gespräche und Gemütlichkeit unter den hohen Bäumen und immer wieder Vatertagsradgruppen, die anhielten, um zu schauen und sich zu stärken. Für Wagemutige gab es Bootsfahrten auf dem Rhein mit dem Kanadier oder im Zweier. Sicherheit war die Maxime und so ging niemand ohne Schwimmweste an Bord. Erfahrene Paddler sorgten dafür, dass kein Boot kenterte und alle Spaß hatten. Es gab für ganz Verwegene die Möglichkeit auf einem Board Stand-Up-Paddeln zu probieren.  Zwei „alte Hasen“  wollten es wissen und machten eine recht  gute Figur auf dem wackeligen Ding. Doch beide griffen irgendwann nach dem Siemenslufthaken, soll heißen sie gingen über Bord.  Ein schöner Tag, eine schöne Idee. Schön, dass der Verein so vital ist! Überall helfende Hände: bei der Getränkeausgabe, der Kasse, am Grill, am  Kuchenbuffet, in der Küche, bei den Bootsfahrten, in der Organisation und beim Wegräumen der Tische, Bänke und des Geschirrs. Danke an all diese Helfer. Besonderer Dank an Thorsten Landshöft fürs Kümmern. Vielen Dank an Pfarrer Hoffmann und sein Team  und an den Posaunenchor  Nierstein. Dank an den Vorstand für einen gelungenen Tag der offenen Tür.  / rk

 

 

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