Talfahrt Straßburg – Guntersblum

Den Feiertag zum 3. Oktober nehmen wir seit ein paar Jahren zum Anlass, zum Ende der Fahrtensaison noch einmal auf große Fahrt zu gehen. Vier Tage stehen uns zur Verfügung und so fährt uns Jannis am 3.10. frühmorgens mit Booten und Gepäck nach Straßburg. Wir treffen in der Nähe des Europaparlaments auf unsere Mitfahrer Wolfgang und Marie. Beim Einstieg in die Ill, einem kleinen lebhaften Nebenfluss des Rheins, herrscht großer Betrieb, denn eine Schulklasse rüstet sich zum Paddeltraining.

Wir kommen rasch vorwärts, können uns treiben lassen und schon die ersten Herbstfärbungen an Bäumen und Büschen bewundern. Wir sind die Ill schon mehrmals gefahren und wissen, als wir das alte verfallene Wehr sehen, dass wir gleich unterhalb der Staustufe Gambsheim in den Rhein münden. Nun noch queren und in den großen Baggersee einfahren. Noch 2 km und wir sind an unserem Tagesziel am Bootshaus in Sasbach-Freistett e.V. Die Sonne scheint noch warm und wir genießen einen Schluck Wein im Freien bevor wir unsere Lagerstatt aufbauen und anschließend zum Essen gehen.
Am nächsten Morgen haben wir Glück und können noch vor dem Regen, der bis zum Nachmittag anhält, in unsere Boote steigen. Die Mittagspause beim Übersetzen in den Stichkanal vor dem Stauwehr Iffizheim fällt entsprechend kurz aus. Wieder auf dem Rhein bei starker Strömung erreichen wir nach ca. 20 km die Ausstiegsstelle der Karlsruher Kanuvereine. Zwischenzeitlich scheint die Sonne, wir freuen uns, auch dass zufällig beim Bootshaus des Kanuclubs Maxau Mitglieder anwesend sind und das Bootshaus für uns öffnen.
Die Kameraden überraschen mich am nächsten Morgen mit Kerzen auf dem Frühstückstisch, denn ich habe heute Geburtstag. Britta erwartet uns in Ludwigshafen und hilft uns an der Ausstiegsstelle. Nach Einzug in der Gymnastikhalle der „Paddlergilde Ludwigshafen“ machen wir uns landfein und gehen ins „Weiße Häusl“ zum Essen. Danach sitzen wir noch eine Zeit zusammen, bevor wir in unsere Schlafsäcke schlüpfen.
Beim Boote laden am Sonntagmorgen ist es noch trocken, aber kurz nach dem Start fängt es an zu regnen. Und es hört auch nicht mehr auf. Wir entscheiden bei einer kurzen Pause in Höhe der Petersau, dass wir ohne weiteren Halt bis nach Hause durchfahren. Kurt wird angerufen, damit er im Bootshaus die Heizung einschaltet, auch Britta ist schon dort und kocht Kaffee. Das tut uns allen gut, denn wir sind patschnaß und durchgefroren als wir endlich ankommen. (mh)

 

 

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