Nikolausfahrt der Wassersportfreunde Guntersblum am 9. Dezember 2018

 

Brrr - es regnet! Und bei diesem Wetter raus an den Rhein zur Nikolausfahrt. Ich habe versprochen mitzupaddeln, also raus aus dem Bett. Als ich an den Rhein fahre, hat er bereits aufgehört. Die anderen sind schon da. Aufgrund der kühlen und feuchten Witterung ziehen alle ihre Neoprenanzüge bzw. Trockenanzüge an. Und natürlich auch die Nikolausmützen. Dann geht es aufs Wasser. Wir haben Glück, die letzten Tage hat es gut geregnet, so dass wir nach langer Abstinenz wieder an der Südspitze in den Altrhein einfahren können. Und gleich eine Überraschung. Der Nikolaus wartet dort auf uns mit Lebkuchen und einem heißen Glühwein. Nach einer kurzen Pause geht es weiter. Mittlerweile scheint sogar ab und an die Sonne durch die dunklen Regenwolken. Zum Regnen kommt es nicht, denn der starke Wind bläst die Wolken vor uns her. Bestürzt registrieren wir, dass durch die vergangenen Herbststürme viele Äste im Wasser treiben und mehrere Bäume entwurzelt im Wasser liegt. Wir müssen aufpassen und uns Wege zum Durchfahren suchen. Dann eine große Überraschung. Eine Nilgansfamilie überquert den Altrhein, Papa, Mama mit neun, erst vor kurzem geschlüpften kleinen Küken. Kaum zu glauben, zu dieser Jahreszeit. Auch eine Schwanenfamilie mit 4 halbwüchsigen Töchtern kreuzt unseren Weg. Nach der Mittagspause im Bootshaus Mölbert geht es weiter. Es hat leicht zu regnen begonnen, die Finger werden klamm, aber wir ignorieren das, denn die Paddelhandschuhe sind unter der Spritzdecke. Im vorderen Altrhein tummeln sich jede Menge Enten auf dem Wasser. Neben Graureihern haben wir auch drei Silberreiher entdeckt, die eher selten vorkommen. Der Regen hat schon kurz nach der Einfahrt in die „Zielgerade“ aufgehört. Am Himmel öffnet sich die Wolkenwand und die Sonne bescheint uns nochmal mit letzter Kraft, dann plötzlich nochmals ein kurzer Regenschauer. Britta dreht sich um und entdeckt hinter uns einen wunderbaren Regenbogen, der sich von einem Ufer zum anderen spannt. Ein toller Abschluss. Wir lassen den Altrhein hinter uns, überqueren den Rhein und steigen am Bootshaus aus. Mit Kaffee und den restlichen Lebkuchen beschließen wir im geheizten Kameradschaftsraum unsere „Nikolausfahrt“. War doch schön, ich bin froh, dass ich mitgefahren bin. (mh).

 

 

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