„Nikolaus trifft Eisvogel“

Wo ist denn nur meine Nikolausmütze? Aber hier ist sie ja, unter Schals und Mützen versteckt liegt sie. Ich bin erleichtert, denn die Nikolausmütze ist ein Muss bei der Nikolausfahrt rund um den “Kühkopf“.

Es ist eigentlich gar nicht so kalt, aber es soll Regen geben. Deshalb schlüpfe ich in den wasserabweisenden und wärmenden Neoprenanzug, da kann einem das Wetter so schnell nichts anhaben.

Pünktlich sind alle Mitfahrer am Bootshaus. Die Boote werden startklar gemacht und über den Damm zum Einsatz gebracht. Wir paddeln bei gutem Wasserstand am Ufer entlang. Es scheint, dass viele Rheinschiffer den 2. Advent für eine Ruhepause nutzen, denn der Schiffsverkehr ist mäßig und so haben wir keine Probleme den Rhein zu queren.

Eine leichte Strömung im oberen Altrhein trägt uns, während wir die Paddel ablegen, weiter und NikoKlaus nutzt diese Pause, um uns mit feinem Lebkuchen zu überraschen.

Bei der Weiterfahrt begegnen uns schon nach kurzer Zeit die Paddler der Altrheinvereine, die ihrerseits auf „Eisvogelfahrt“ sind. Sie sind uns gegenüber stark in der Überzahl. Es gibt ein großes Hallo, denn die meisten kennen wir schon seit vielen Jahren. Im Gegensatz zum letzten Jahr können wir relativ wenig Wasservögel beobachten. Dafür müssen wir feststellen, dass die Biber eifrig am Werke waren und sind. An vielen Bäumen sieht man deutliche Spuren der gefräßigen Nager.

Unseren Hunger stillen wir im Bootshaus Mölbert. Während des Essens regnet es leicht, danach setzt sich kräftiger Westwind ein, der uns auf der Zielgeraden zum Teil heftig entgegenbläst. Nun können sich die „Altrheiner“, die uns im vorderen Altrhein wieder begegnen freuen, denn sie haben starken Rückenwind. Wir überqueren gleich an der Einfahrt den Rhein, und legen im Windschatten des Ufers den letzten Kilometer zum Bootshaus zurück. (mh)

 

 

 

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