Naturerlebnisfahrt

Eine Naturerlebnisfahrt sollte etwas Besonderes sein, sollte Einblicke in unsere Natur gewähren, soll die Schönheiten der Natur unserer Heimat, unserer Umgebung aufzeigen. Mit dem Kühkopf, dem Altrhein, unserer Paddelheimat, liegt ein Kleinod vor unserer Haustür das sich uns besonders anbietet. 

Drei Damen hatten sich für diese Naturerlebnisfahrt angemeldet. Die Erste aus Gunters-blum war in den letzten Jahren schon mehrfach bei unseren Fahrten dabei gewesen und  wollte ihre Begeisterung ihrer Schwester aus Thüringen zeigen. Ein Mitglied der WSF, eine begeisterte Wassersportlerin und mit besten Kenntnissen von Natur und Umwelt schloss sich uns an, sodass wir, Klaus und ich, fast den Kanadier besetzen konnten. Nur, wer nimmt den freien Platz ein? Hier haben sich nun Margot und Sina bereit erklärt,  im Kanadier mit zu fahren.

 Der Altrhein zeigte sich in sattem, vielfältigem Grün. Büsche blühen in strahlendem Weiß. Der Duft der Blüten liegt schwer in der Luft. Es honigt sagen die Imker. Insekten tummeln sich über Wasser und Wiesen. Blaue Prachtlibellen huschen wie bunte Edelsteine vorbei. Vögel zwitschern aus jedem Busch und Baum. Junge Nachtigallenmännchen, die Junggesellen suchen noch zwitscherkräftig nach einer Partnerin. Am Ufer liegen vom Biber angenagte Zweige und gefällte Weiden mit typischen Nagespuren. Ruhig ist es leider nicht. Leihboote, besetzt mit Sonntagspaddlern kommen uns kreuz und quer entgegen. Nilgänse schimpfen auf ihren angestammten Plätzen sitzend, Schwäne versuchen mit einem Spurt über das Wasser den Eindringlingen zu entkommen. Enten quäken lautstark vom Ufer.

Das Bootshaus der TSV Pfungstadt empfängt uns zur verdienten Mittagsrast. Bekannte Gesichter begrüßen uns. Viele in Vorbereitung auf die bevorstehende Altrheinrally am kommenden Sonntag.

Wir besteigen wieder unsere Boote und gleiten langsam Richtung Guntersblum, Richtung Heimat. Peter, der Urpaddler mit weiß wallendem Bart, kommt uns in seinem schmuck-losen Boot entgegen. Unter einer braun-ockerfarbenen dicken Schicht ist stellenweise noch ein kräftiger Rotton zu erahnen. Es ist Peters`s Lebensphilosophie.

Dunkle Wolken im Westen kündigen wieder einmal eine Gewitterfront an. Wir legen uns „ins Zeug“ so gut wir können.  Eine kleine Pause vor dem Auslauf in den Neurhein und schon paddeln wir gegen den Strom Rhein auf. Zwei Frachtschiffe lassen wir passieren um dann zu queren. An der Treppe aussteigen und das schwere Boot hochziehen, ist ein Kraftakt. Ausladen, ordnen, aufräumen und schnell, vor dem aufziehenden Gewitter, ab nach Hause. Trotz der großen Anstrengung ein Tag mit vielen schönen Augenblicken.


 

 

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