Aktuelle Berichte

Die Herbstwanderung am 27. Oktober 2019

führte uns in diesem Jahr wieder in die nachbarschaftliche Umgebung und unser Wandersportwart zu Lande, Albert Dobrowolski, hielt für uns wieder Überraschungen bereit, den Altrhein-Erlebnispfad.

Der beginnt in der Nähe der Freiwilligen Feuerwehr in Eich. Dort haben wir - 20 Leute - uns um 15:00 Uhr getroffen. Der Pfad führte zunächst längs der stillgelegten Altrheinbahn entlang, rund um den Altrheinsee, durch Feuchtgebiete, Schilfröhrichtflächen, Wiesen und Auwäldern, eingeschlossen die große Auskiesungen im Rheinknie. Dazu gab es viel zu Wildkräutern und Gewächsen zu hören, zu Tieren und den Vögeln, die das Altrheingebiet als Zwischenstation oder sogar zur Überwinterung nützen und vieles anderes Wissenswertes, was uns unserer Heimat Stück für Stück und mit jeder Wanderung näher bringt. Leider hat es auch an diesem Nachmittag zu regnen begonnen, aber unsere Laune nicht beeinträchtigt.

Nach ca. zweieinhalb Stunden erreichten wir die Altrheinhalle und konnten uns bei leckeren griechischen Gerichten, heimischen Weinen und bekannten Biermarken über die gelungene Wanderung austauschen. Für die hervorragende und informative Führung dankte unsere 1. Vorsitzende Margot Hill unserem Albert und wir hoffen, dass er uns noch zu vielen solcher heimatlichen Erfahrungswanderungen mitnehmen wird. (FT)

 

 

 

Talfahrt Straßburg – Guntersblum

 

Den Feiertag zum 3. Oktober nehmen wir seit ein paar Jahren zum Anlass, zum Ende der Fahrtensaison noch einmal auf große Fahrt zu gehen. Vier Tage stehen uns zur Verfügung und so fährt uns Jannis am 3.10. frühmorgens mit Booten und Gepäck nach Straßburg. Wir treffen in der Nähe des Europaparlaments auf unsere Mitfahrer Wolfgang und Marie. Beim Einstieg in die Ill, einem kleinen lebhaften Nebenfluss des Rheins, herrscht großer Betrieb, denn eine Schulklasse rüstet sich zum Paddeltraining.

Wir kommen rasch vorwärts, können uns treiben lassen und schon die ersten Herbstfärbungen an Bäumen und Büschen bewundern. Wir sind die Ill schon mehrmals gefahren und wissen, als wir das alte verfallene Wehr sehen, dass wir gleich unterhalb der Staustufe Gambsheim in den Rhein münden. Nun noch queren und in den großen Baggersee einfahren. Noch 2 km und wir sind an unserem Tagesziel am Bootshaus in Sasbach-Freistett e.V. Die Sonne scheint noch warm und wir genießen einen Schluck Wein im Freien bevor wir unsere Lagerstatt aufbauen und anschließend zum Essen gehen.
Am nächsten Morgen haben wir Glück und können noch vor dem Regen, der bis zum Nachmittag anhält, in unsere Boote steigen. Die Mittagspause beim Übersetzen in den Stichkanal vor dem Stauwehr Iffizheim fällt entsprechend kurz aus. Wieder auf dem Rhein bei starker Strömung erreichen wir nach ca. 20 km die Ausstiegsstelle der Karlsruher Kanuvereine. Zwischenzeitlich scheint die Sonne, wir freuen uns, auch dass zufällig beim Bootshaus des Kanuclubs Maxau Mitglieder anwesend sind und das Bootshaus für uns öffnen.
Die Kameraden überraschen mich am nächsten Morgen mit Kerzen auf dem Frühstückstisch, denn ich habe heute Geburtstag. Britta erwartet uns in Ludwigshafen und hilft uns an der Ausstiegsstelle. Nach Einzug in der Gymnastikhalle der „Paddlergilde Ludwigshafen“ machen wir uns landfein und gehen ins „Weiße Häusl“ zum Essen. Danach sitzen wir noch eine Zeit zusammen, bevor wir in unsere Schlafsäcke schlüpfen.
Beim Boote laden am Sonntagmorgen ist es noch trocken, aber kurz nach dem Start fängt es an zu regnen. Und es hört auch nicht mehr auf. Wir entscheiden bei einer kurzen Pause in Höhe der Petersau, dass wir ohne weiteren Halt bis nach Hause durchfahren. Kurt wird angerufen, damit er im Bootshaus die Heizung einschaltet, auch Britta ist schon dort und kocht Kaffee. Das tut uns allen gut, denn wir sind patschnaß und durchgefroren als wir endlich ankommen. (mh)

 

 

Talfahrt von Guntersblum nach Wellmich,

7. und 8. September 2019

 

Endlich! Endlich regnet es! Seit Wochen Trockenheit, fast so schlimm wie 2018. Endlich regnet es, genau jetzt, da wir uns aufmachen zur Talfahrt nach Wellmich! Man kann es sich nicht aussuchen! Vorweg gegriffen: nach dem verregnetem Wochenende unserer Talfahrt war es wieder saharatrocken. Man könnte in ein Paddel beißen vor Zorn, aber …man kann es sich nicht aussuchen.

 

Also, schon von daheim herkommend mit Regenhut auf dem Scheitel und Regenjacke auf kurzer Hose, denn kalt ist es nicht, hat sich wieder eine große Paddlerschar eingefunden, um gemeinsam auf dem großen Fluß vor unserer Haustür gen Wellmich zu paddeln. Wie gewohnt wird die Startzeit leicht verzögert, doch alsbald befinden wir uns in großer Formation auf dem Weg nach Nierstein, Verzeihung, der Stadt Nierstein.

Es regnet am Start, es regnet bei Nierstein. Die erste Pause eng zusammenliegend bei Süßigkeiten, Worscht und Woi. Es regnet! Das Wasser ist sommerlich warm, fast ist man gewillt, wenn man sowieso naß ist, nach Mainz zu schwimmen. Warm genug ist es. Wellen vorbeifahrender Schiffe schütteln uns auseinander, als wollten sie uns zurufen, paddelt endlich, ihr faule Bande. Ja, ja wir paddeln ja schon. Mein Gott wäre das schön, wenn jetzt die Sonne schiene. Es regnet! Wenigstens kein Gegenwind!

 

Wir sind 18 Paddler mit drei Zweiern und der Rest in Einern. Wir fahren an Nackenheim vorbei . Keiner am Ufer. Sonst sieht man schon den einen oder anderen Hundeführer, heute regnet es. Nur Angler hie und da, die angeln im Dunkeln, die angeln im Hellen, die angeln bei Regen, die angeln immer, das sind quasi Profis! Kurz hinter dem fröhlichen Weinberg müssen wir weit nach rechts in die Fahrrinne ausweichen, weil durch das Niedrigwasser die riesige Sandbank mit wenig Wassertiefe das Paddeln zäh macht. Mainz kommt in Sicht und es regnet. Ich wärme mir die kalten Hände im warmen Rheinwasser. Ansonsten ist man aber warm eingepackt unter der Spritzdecke und mit Regenhut und wasserfester Jacke. Mancher am Mainzer Ufer denkt bestimmt, die spinnen: bei dem Wedder uff`m Wasser, naa, naa, im Leewe net wollt ich mit dene dausche. Der hat keine Ahnung, der Mainzer! Mist, es regnet immer noch. Als bunter Blickfang taugen wir sonst beim Vorbeifahren an der Mainzer Uferpromenade, doch heute guckt noch kein Hund nach uns, denn bei so einem Wetter schickt man diese Tiere ja nicht vor die Tür, außer Ohnackers ihren Strubbi. Der schaut gleichgültig beim Zweier vorne aus der Luke raus und muckst sich nicht, weil man eben bei so einem Wetter keinen Hund rausschickt. Ohnackers scheinen das nicht zu wissen. Strubbi wirkt beleidigt, er ist ja auch naß wie eine Katze. Welcher Hund möchte schon mit einer Katze verglichen werden. Strubbi scheint selbst dieser Vergleich egal zu sein. Nie war mir ein Hund emotional so nahe!

 

Wir nähern uns einem der beiden Mombacher Kanuvereinen, dem KSG. Es regnet nicht mehr! Freundlich begrüßt vom Platzwart Frank, gehen wir an Land und nehmen auf der überdachten Terrasse Platz zum Mittagessen aus bunten Tupperdosen. Frank spendiert Schokolade, aber erst nachdem wir uns in das verflixte Gästebuch eingebracht haben.

Derweil regnet es ein wenig, um dann doch endlich aufzuhören. Bis nach Geisenheim regnet es nicht mehr. Dort angekommen, heben hilfreiche Hände alle Boote ans Ufer. Wir holen die Zelte aus den vorgestellten Autos, um sie aufzuschlagen.

Ach ja, es regnet, nur kurz, während wir die Zelte aufbauen. Eine heiße Dusche und dann ab zum Griechen mit kompletter Mannschaft. Familie Ohnacker und Margot verlassen uns nach dem Abendmahl und reisen ab.

Bei leichtem Regen geht`s zurück und alle verschwinden sofort in den Kojen. Moritz Ohnacker müht sich im Schein einiger Taschenlampen sein Zelt aufzubauen, bei leichtem Regen versteht sich.

Am Morgen frühstücken wir auf der überdachten Terrasse der Campingplatzverwaltung, denn es regnet leicht, aber danach ist wirklich Schluß. Die Sonne schaut nach uns und ist wohl zufrieden, dass wir guter Laune sind. Einige fahren die Autos nach Wellmich. Die anderen machen alle Boote fertig, sodass wir sofort starten können, wenn die Autovorsteller zurück sind.

Wanderwart Klaus Anderweit gibt Anweisung für die Sicherheit und in enger Formation geht`s los Richtung Binger Loch. Wir haben Gegenwind. Gischt spritzt entgegen. Ich werde wieder naß, auch ohne Regen. Macht nix, ich bin gut vorbereitet, trage auch meine Schwimmweste! Starker Schiffsverkehr fordert maximale Aufmerksamkeit. Wir warnen uns gegenseitig, wenn ein Talfahrer von hinten überholt. Selten habe ich so viele Ausflugsschiffe gesehen.

Die Burgenlandschaft entlohnt uns wieder links und rechts entlang des Rheins. Immer wieder ein Erlebnis!! Ja der alte Vater Rhein hat nichts an Reiz verloren, er wirkt sogar jugendlich, wenn er uns auf seinem Rücken durcheinander schüttelt.

 

Mittagspause, traditionell auf der Rheinpfalz bei Kaub. Zunächst etwas rüde, dann freundlich werden wir vom Fährmann der Insel angesprochen, wir mögen unseren Müll mitnehmen. Eine Selbstverständlichkeit, derer man uns nicht ermahnen muß!

 

Weiter geht es mit gefülltem Magen und erwartungsvollem Herzen zur Loreley, die trotz geringem Wasserstand und hohem Schiffsverkehr nur wenige Wellen bereithält. Schon seit einigen Besuchen habe ich den Eindruck, dass die blonde Dame an Verführung verloren hat, oder liegt`s an meinem Alter? Ich würde mich mittlerweile trauen auf einer Luftmatraze an ihr vorbei zu paddeln. Liebe Loreley, wenn Du es nicht mehr packst, dann setzen wir die Feldbusch oder Heidi Klumb da oben auf die Kante. Was sollen denn die fernöstlichen Touries von uns denken, wenn sie dieses harmlose Geplätscher sehen? Die germanischen Sagen sind auch nicht mehr das, was sie mal waren! Fake news!

 

Die Fahrt geht hinter dem sagenumwobenen Felsen wie gewöhnlich schnell zu Ende. Aussteigen, Boote verladen, Paddler verladen, niemanden vergessen! Warum regnet es eigentlich nicht?

 

An dieser Stelle wieder unser Dankeschön für die Organisation der Fahrt durch Klaus Anderweit. Ebenso Dank an die, die ihr Fahrzeug zur Verfügung stellen, vom Vorfahren bis zum Rücktransport. Noch zur Ehrenrettung dieser Fahrt: sie ist eine besondere Tradition und Regen kann ihr nicht schaden. So schlimm war es auch nicht. Ich habe übertrieben.

 

Nachwort: Übrigens als ich nach Hause kam, mit meinem Caravan, warteten seit einer Stunde zwei Herren, die unser Auto kaufen wollten. Wir hatten inseriert. Ich hätte nie gedacht, dass man auch dreckige Autos verkaufen kann. Wie man sich täuschen kann.

 

Der Tag endete mit starkem Regen./rk

 

24. Freundschaftsfahrt der Verbände - Freitag, 30. 08. bis Sonntag, 01.09.2019

Nach acht Jahren waren wir in diesem Jahr wieder an der Reihe, die jährlich stattfindende Veranstaltung auszurichten. Ca. 90 Teilnehmer hatten wir zu Gast auf unserem Gelände am Bootshaus. Die Anreise war am Freitag. An diesem Abend wurde die Zusammenkunft mit einem Grillabend begonnen. Nach dem gemeinsamen Frühstück am Samstagmorgen fand eine Paddeltour von Rheindürkheim nach Guntersblum statt. Nach Ankunft am Bootshaus teilten sich unsere Gäste in zwei Gruppen und nahmen an geführten Ortsbesichtigungen teil. Zwischendurch gab es edle Guntersblumer Tropfen zu verkosten. Nach dem Abendessen im Bootshaus saß man bei Bier und Wein im Bootshausgarten zusammen und tauschte die neuesten Erlebnisse aus oder feierte Wiedersehen mit der/dem einen oder anderen alten Bekannten - bis das Blitzen am Himmel begann und uns nach einiger Zeit einen Regen bescherte, der uns den zu Ende gehenden sehr heißen Tag und die laue Nacht auf erträgliche 23 Grad für den nächsten Tag, den Sonntag, reduzierte. Nach dem Frühstück besuchte uns die Ortsbürgermeisterin Claudia Bläsius-Wirth, die unsere Gäste begrüßte und unsere 1. Vorsitzende Margot Hill bezog in ihrer Rede den Kellerwegfest-Slogan, "Gäste werden zu Freunden" auf unsere Veranstaltung und den Kanusport. Beide wünschten eine gute Fahrt viel Spaß. Klaus Anderweit in seiner Funktion als Präsident des Kanuverbandes Rheinhessen und Gastgeber erklärte die derzeitigen Gefahren auf dem Rhein bedingt durch den Wasserstand und gab Fahrempfehlungen für die Tour "Rund um den Kühkopf". Von den Verbandsvorständen Saarland, Pfalz und Baden-Württemberg durfte er Gastgeschenke entgegennehmen. Unsere Hausstrecke, die Kühkopfumrundung, incl. 5 km gegen den Strom, ist für uns eine gemütliche Spazierfahrt, aber für Erstbefahrer kann sie anstrengend sein. Die Ersten trafen bereits um 14:00 Uhr schon wieder ein, andere brauchten etwas länger. Und so schmeckte der selbstgebackene Kuchen mit Sahne und Kaffee als krönendem Abschluss besonders gut. Boote auf die Autos, Zelte abbauen oder Wohnwagen anhängen - die Verabschiedung dauerte allerdings länger und der Dank unserer Gäste entschädigte uns für die Anstrengungen der letzten Tage. Adé und Ahoi bis im nächsten Jahr - zur 25. Freundschaftsfahrt und Wiedersehen im Saarland. Ganz großen Dank an die 1. Vorsitzende Margot Hill und den Präsidenten des Rheinhessischen Kanuverbandes Klaus Anderweit und großen Dank an die vielen freiwilligen Helfer und Kuchenbäckerinnen!!! Besonders großen Dank geht an unsere Gast-Familie Möller aus Neckarsulm, die uns tatkräftig unterstützt hat. (FT)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

                 

 

 

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